Energie

PV-Langzeitertrag- und Degradations-Rechner

PV-Module verlieren jedes Jahr ein kleines bisschen Leistung. Über 20 bis 30 Jahre summiert sich diese Degradation. Dieser Rechner ermittelt aus Anfangsertrag, jährlicher Degradationsrate und Betriebsdauer den kumulierten Gesamtertrag, den Ertrag im letzten Betriebsjahr, die Restleistung am Ende sowie den Geldwert des erzeugten Stroms.

Wozu dient der PV-Langzeitertrag- und Degradations-Rechner?

Photovoltaik-Module altern: Jahr für Jahr verlieren sie einen kleinen Prozentsatz ihrer Leistung. Über eine Betriebsdauer von 25 oder 30 Jahren summiert sich diese Degradation merklich. Dieser Rechner modelliert den Ertrag als geometrisch fallende Reihe und ermittelt den kumulierten Gesamtertrag, den Ertrag im letzten Betriebsjahr und die Restleistung am Lebensende.

Zusätzlich siehst Du den Geldwert des über die gesamte Laufzeit erzeugten Stroms sowie die Mindererzeugung gegenüber einer hypothetisch konstanten Anlage. So bekommst Du eine realistische Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsrechnung Deiner Solaranlage, statt mit dem unrealistischen Erstjahreswert über die gesamte Laufzeit zu rechnen.

Beispiele

  • 8.000 kWh Anfangsertrag, 0,5 % Degradation, 25 Jahre: kumuliert rund 188.000 kWh, Restleistung am Ende ca. 88,6 %.
  • Bei 20 ct/kWh ergibt das einen Gesamtertragswert von etwa 37.600 EUR über 25 Jahre.
  • Mindererzeugung gegenüber konstantem Ertrag: rund 12.000 kWh über die Laufzeit.
  • Höhere Degradation von 0,8 %/Jahr drückt die Restleistung nach 25 Jahren auf etwa 82 %.

Häufige Fragen zum PV-Langzeitertrag- und Degradations-Rechner

Wie hoch ist eine typische Degradationsrate?

Moderne Module degradieren meist 0,3 bis 0,7 % pro Jahr; Hersteller garantieren oft mindestens 80 bis 85 % Leistung nach 25 Jahren. Ältere oder günstigere Module können bei 0,8 % und mehr liegen.

Wird das erste Jahr voll gerechnet?

Ja, im ersten Jahr gilt der volle Anfangsertrag. Die Degradation wirkt ab dem zweiten Jahr, daher rechnet der Rechner den Ertrag in Jahr n mit anfangsertrag × q^(n−1).

Warum ist der kumulierte Ertrag wichtiger als der Erstjahreswert?

Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung mit konstantem Erstjahreswert überschätzt den Lebensertrag. Der kumulierte Wert berücksichtigt die jährlich sinkende Leistung und ist die realistische Basis für Amortisation und Rendite.

Was bedeutet die Restleistung am Ende?

Sie gibt an, wie viel Prozent der ursprünglichen Jahresleistung das Modul im letzten Betriebsjahr noch liefert – ein guter Indikator für die zu erwartende Modulqualität laut Herstellergarantie.