Energie

Heizlast-Überschlags-Rechner

Vor der Wahl einer Wärmepumpe oder Heizung sollte die Heizlast bekannt sein. Dieser Rechner liefert eine überschlägige Heizlast nach dem Flächenverfahren: aus Wohnfläche, Raumhöhe und einem spezifischen Heizlast-Kennwert je Gebäudestandard. Sie erhalten die Gebäudeheizlast, die empfohlene Wärmepumpenleistung mit Reserve und den geschätzten Jahresheizwärmebedarf.

Wozu dient der Heizlast-Überschlags-Rechner?

Bevor man eine Wärmepumpe oder einen neuen Kessel auslegt, sollte die Heizlast des Gebäudes bekannt sein. Dieser Rechner liefert einen schnellen Überschlag nach dem Flächenverfahren: Er multipliziert Ihre beheizte Wohnfläche mit einem spezifischen Heizlast-Kennwert, der vom Gebäudestandard abhängt – vom unsanierten Altbau mit 100 W/m² bis zum Passivhaus mit 25 W/m². Eine Höhenkorrektur berücksichtigt Räume, die höher als 2,5 m sind.

Sie erhalten die Gebäudeheizlast in kW, eine empfohlene Wärmepumpenleistung mit zehn Prozent Reserve, den geschätzten Jahresheizwärmebedarf, den spezifischen Bedarf je m² samt energetischer Einordnung und einen Richtwert für die Pufferspeichergröße. Für die verbindliche Auslegung bleibt eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 nötig.

Beispiele

  • 140 m² als saniertes Bestandsgebäude (50 W/m²) ergeben eine Heizlast von 7,0 kW.
  • Bei 2,5 m Raumhöhe bleibt die höhenkorrigierte Heizlast bei 7,0 kW; empfohlen wird eine WP mit rund 7,7 kW.
  • Mit 1.800 Vollbenutzungsstunden liegt der Jahresheizwärmebedarf bei etwa 12.600 kWh bzw. 90 kWh/m²·a (Einordnung: gut).
  • Als Pufferspeicher empfiehlt der Überschlag rund 154 Liter.

Häufige Fragen zum Heizlast-Überschlags-Rechner

Wie genau ist das Flächenverfahren?

Es ist ein grober Überschlag für die erste Orientierung. Die verbindliche Auslegung erfolgt über eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die Fenster, Außenwände und Lüftung einzeln erfasst.

Welchen Gebäudestandard wähle ich?

Orientieren Sie sich am energetischen Zustand: unsanierter Altbau, teilsaniert, saniert, Neubau nach EnEV oder KfW-/Passivhausniveau. Der jeweils hinterlegte W/m²-Wert steuert das Ergebnis.

Warum gibt es einen Aufschlag von zehn Prozent?

Die Reserve deckt Sonderfälle wie Aufheizen nach Absenkung und sehr kalte Auslegungstage ab. Eine deutlich größere Überdimensionierung verschlechtert dagegen die Effizienz der Wärmepumpe.

Was sagt der spezifische Heizwärmebedarf aus?

Er beziffert den Jahresbedarf je Quadratmeter. Unter 50 kWh/m² gilt als sehr gut, 50–100 als gut, 100–160 als mittel und darüber als sanierungsbedürftig.